"Physiker im Elsass - Zeitzeugen und Wissenschaftler"

Ausstellung im Haus am Dom

Albert Einstein kennt jeder. Aber welche Erkenntnisse verdankt die Menschheit Gustave Adolphe Hirn, Louis Pasteur oder Marguerite Perey? Was machte Carl Friedrich von Weizsäcker im Elsass? Am Beispiel herausragender Physiker, die ihre Epoche geprägt haben, lädt die Ausstellung "Physiker im Elsass: Wissenschaftler und Zeitzeugen" vom 21. Juli bis 14. August im Haus am Dom, Liebfrauenplatz, ein zu einer interaktiven und spannenden Zeitreise durch die Geschichte der Physik vom Anfang des 16. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigt, dass berühmte Forscher in der Vergangenheit nicht nur wesentliche Beiträge zum wissenschaftlichen und technischen Fortschritt geleistet haben, sondern darüber hinaus an der kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung ihrer Zeit beteiligt waren. Präsentiert wird die Ausstellung vom Fachbereich Physik, Mathematik und Informatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz anlässlich des Einsteinjahres 2005.

Anhand von Gelehrten aus dem Bereich der Physik, die in Straßburg, Mühlhausen und Colmar gewirkt haben, zeigt die Ausstellung den Zusammenhang von Physikgeschichte und politischer Entwicklung unter spezieller Betrachtung elsässischer und europäischer Geschichte. Zeitgenössische Dokumente und Apparaturen im Zusammenhang mit den Arbeiten der Forscher wie auch Demonstrationsexperimente aus den Arbeitsgebieten, die die Besucher selbst durchführen können, illustrieren die physikalischen Zusammenhänge.

Ziel der Ausstellung ist es, den engen Zusammenhang zwischen den Fortschritten der wissenschaftlichen und technischen Kenntnisse und der Entwicklung der Denk- und Lebensweisen in der Gesellschaft aufzuzeigen. Die spezielle Situation des Elsasses als Grenzregion mit dem im Laufe der Geschichte wechselnden Einfluss zweier Kulturräume macht diese historische Wanderung besonders interessant und reichhaltig. "Mit dieser Ausstellung, die im Comic-Stil aufbereitet ist und keine physikalischen Fachkenntnisse voraussetzt, wollen wir Schüler und Jugendliche wie auch interessierte Erwachsene ansprechen", erklärt Dr. Holger Schinke, Geschäftsführer des Fachbereichs Physik, Mathematik und Informatik, "die Besucher sollen die Bedeutung der physikalischen Grundlagenforschung und der angewandten Physik für die Entwicklung unserer Gesellschaft erkennen. Dann können sie die Probleme unserer Zeit und die mit ihnen verbundenen Hoffnungen und Gefahren aus einem neuen Blickwinkel sehen."

Die Association de culture et muséographie scientifiques Straßburg (AMUSS) hat die Ausstellung im Rahmen des Internationalen Jahres der Physik 2005 konzipiert. Die Ausstellung wurde bereits in mehreren französischen Städten gezeigt und wird im Herbst in weiteren französischen Städten zu sehen sein. Bei der Ausstellung in Mainz handelt es sich um die Deutschlandpremiere, für die die gesamte Ausstellung ins Deutsche übersetzt worden ist.

"Physiker im Elsass: Wissenschaftler und Zeitzeugen", Ausstellung im Haus am Dom, Liebfrauenplatz, 21. Juli bis 14. August 2005, der Eintritt ist frei

Öffnungszeiten: Täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

Eröffnung: Mittwoch, 20. Juli, um 18.00 Uhr, im Haus am Dom, Liebfrauenplatz