Dies academicus 2007

13 Top-Nachwuchswissenschaftler/innen geehrt


 Foto: Thao Vu Minh

 

Schaufenster der Leistungsfähigkeit des wissenschaftlichen Nachwuchses
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

(PM 27.06.07) Dreizehn junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten im Rahmen des Dies academicus 2007 eine Auszeichnung für ihre wissenschaftliche Arbeit. "Der Dies academicus mit der Ehrung der Preisträger dokumentiert einerseits die Leistungsbereitschaft und die Leistungsfähigkeit unserer jungen Nachwissenschaftler", so der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch, "der Tag zeigt aber auch, wie wichtig Stiftungen und privatwirtschaftliche Initiativen sind, wenn es um die Sicherung der Spitzenforschung und der Nachwuchsförderung an unserer Hochschule geht." Zur Verfügung gestellt haben die Preise die Boehringer Ingelheim-Stiftung, die Freunde der Universität Mainz e.V., LRP Landesbank Rheinland-Pfalz – Girozentrale, die Peregrinus-Stiftung, die Dr. Feldbausch-Stiftung, der Lions Club (Oppenheim) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD). Darüber hinaus erhalten bzw. erhielten weitere junge Wissenschaftler für ihre Dissertationen in den jeweiligen Fachbereichen den Preis der Johannes Gutenberg-Universität. Insgesamt hatten 2006 an der Mainzer Universität 608 Studierende promoviert.

In seiner Festansprache "Universität im Spagat: Herausforderungen und Chancen in der aktuellen Hochschulentwicklung" stellte der Präsident die Forschungsleistung und das große wissenschaftliche Potenzial der Johannes Gutenberg-Universität Mainz heraus: „Über die zwei oder drei Leuchttürme der Forschung hinaus, die in der Exzellenzinitiative hoffentlich zur verdienten Auszeichnung kommen werden, arbeiten mehrere hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in immerhin zwölf Sonderforschungsbereichen und stellen sich mit großer Selbstverständlichkeit im dreijährigen Turnus dem kritischen Urteil der Fachkollegen.“ Gleichzeitig wies der Präsident aber auch darauf hin, dass die Universität nicht nachlassen dürfe in ihrem Bemühen um wissenschaftliche Exzellenz und um ein klares wissenschaftliches Profil. Mit Blick auf das kürzlich eingerichtete Gutenberg Forschungskolleg betonte Professor Krausch: „Das klare Bekenntnis zur wissenschaftlichen und künstlerischen Exzellenz als zentralem Kriterium und der fach- und fachbereichsübergreifende Blick auf die Entwicklung der Gesamtuniversität bieten eine große Chance für eine erfolgreiche Arbeit am Profil der Universität.“

Qualifizierte akademische Ausbildung für knapp 35.000 Studierende

In seiner Ansprache ging der Präsident auch auf die immense Herausforderung ein, knapp 35.000 Studierenden eine qualifizierte akademische Ausbildung zukommen zu lassen. „Gerade die Studierendenzufriedenheit liegt uns sehr am Herzen“, betonte Professor Krausch, „dabei spielt die immer wieder beklagte Ausstattung der Bibliotheken eine große Rolle. Hier reagieren wir zunächst mit einer Studierendenbefragung, die uns noch in diesem Semester ein detailliertes Abbild der Situation an unserer Universität liefern soll. Ausgehend davon wollen wir versuchen, noch in diesem Jahr durch entsprechende Investitionen die Ausstattung der Bibliotheken zu verbessern.“ Diese Maßnahmen erfolgen auch vor dem Hintergrund der Erwartung, dass die Studierendenzahlen weiter steigen.

So hat die Johannes Gutenberg-Universität im Rahmen des Hochschulpaktes dem Land angeboten, rund 1300 weitere Studienplätze zu schaffen. „Wir sehen uns sehr wohl in der gesellschaftlichen Verantwortung, dem Wunsch einer wachsenden Zahl junger Menschen nach akademischer Ausbildung gerecht zu werden“, so Professor Krausch, „andererseits müssen wir die Mindestbedingungen dafür auch sicherstellen, sonst ist eine verantwortbare Ausbildung nicht möglich.“ In diesem Zusammenhang wies der Präsident auch darauf hin, dass das zusätzliche Lehrangebot in den Bildungswissenschaften, das durch die Reform der Lehrerbildung von den Universitäten verlangt wird, nicht durch Mittel des Hochschulpaktes geleistet werden kann.