Institut für Kernphysik feiert Rekordmarke - Besucheransturm bei "Physik am Samstagmorgen"

Das Mainzer Mikrotron - Auf dem Weg zu den kleinsten Bausteinen der Materie

(PM 05.05.08) Das Institut für Kernphysik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz feiert ein rundes Rekorddatum des Elektronenbeschleunigers "Mainzer Mikrotron" (MAMI).

Am Freitag, 2. Mai 2008 gegen 21.00 Uhr hat MAMI die 100 000ste Betriebsstunde seit dem ersten Einschalten des Elektronenstrahls am 10. August 1990 absolviert. "Die Anlage lieferte in ihrer fast achtzehnjährigen Laufzeit stets einen Strahl höchster Zuverlässigkeit und Qualität", sagte Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Arends, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Kernphysik. "Auch mit der Inbetriebnahme der vierten Ausbaustufe Ende 2006 konnten wir die Strahlqualität auf dem außerordentlich hohen Niveau halten." In sechsjähriger Bauzeit war die Energie des Teilchenstrahls von anfänglich 855 Megaelektronenvolt (MeV) auf 1.500 MeV nahezu verdoppelt worden. Der Elektronenbeschleuniger dient Wissenschaftlern aus der ganzen Welt für Experimente in der Kern- und Teilchenphysik.

Die 100 000ste Betriebsstunde wird am Dienstag um 11.00 Uhr vor dem MAMI-Gebäude mit einer kleinen Feier begangen.

 

 

 Rennbahnmikrotron 3,
die 855MeV Stufe von MAMI

Foto: Institut für Kernphysik

 

Rückführungsbahnen zwischen zwei der 90°-Ablenkmagnete
des Harmonischen Doppel-Seitigen Mikrotron

Foto: Institut für Kernphysik

 

Gleich am nächsten Tag fand der Vortrag "Das Mainzer Mikrotron - Auf dem Weg zu den kleinsten Bausteinen der Materie" im Rahmen der Reihe Physik am Samstagmorgen statt. Rund 200 Besucherinnen und Besucher besuchten die Veranstaltung und nutzten anschließend die Gelegenheit, das Mainzer Mikrotron mit eigenen Augen zu sehen.