Ausstellung "Gewusst wo! Wissen schafft Räume." im Mainzer Gutenberg-Museum

Arbeitsgruppe "Geschichte der Mathematik und der Naturwissenschaften" beteiligt sich an Kooperation der Unis Mainz und Trier mit dem Gutenberg-Museum

"Wissensräume" lautet das übergreifende Thema, unter dem das Historisch-Kulturwissenschaftliche Forschungszentrum (HKFZ) der Universitäten Mainz und Trier in den letzten zwei Jahren unterschiedliche Disziplinen unter einem Dach vereint hat. Die Ausstellung "Gewusst wo! Wissen schafft Räume. Die Verortung des Denkens im Spiegel der Druckgrafik", entstanden aus der Kooperation des Gutenberg-Museums Mainz mit dem HKFZ, will anhand zentraler Projekte die Arbeit des Forschungszentrums dokumentieren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich präsentieren.

Die Verbindung von Wissen und Raum lässt vielfältige Assoziationen zu. Denkt man zunächst an Schulen und Universitäten, Bibliotheken, Archive und Museen, kommen schnell weitere Wissensräume in den Blick: das Internet, unser Schreibtisch, Bücher, Zeitschriften, Filme, Bilder, Landkarten, das menschliche Gehirn. Überall wird Wissen in den unterschiedlichsten Räumen gesammelt, aufbewahrt, geordnet und zugänglich gemacht. Dabei stellt sich die Frage nach den historischen Wurzeln unserer Wissensräume. Sind sie deckungsgleich oder gab es Räume und Orte, die von unserem heutigen Gebrauch substanziell abweichen? Hatten wir es auch damals schon mit imaginativen Wissensräumen zu tun? Auf diese Fragen will die Ausstellung "Gewusst wo! Wissen schafft Räume." eine Antwort geben.



Die Ausstellung ist vom 30. Oktober 2008 bis zum 29. März 2009 im Gutenberg-Museum der Stadt Mainz, Liebfrauenplatz 5, zu sehen. In sechs verschiedenen Sektionen sind aussagekräftige Druckgrafiken aus verschiedenen deutschen Bibliotheken und Museen zu den Themen Wissensarchitekturen, Grammatik im Bild - Bilder der Grammatik, Hieronymus im Gehäus, Sammlungsräume, der 'hortus mathematicus' sowie zur Kartographie zu sehen. Die einzelnen Sektionen und dazugehörigen Beiträge des begleitenden Katalogs veranschaulichen die enge Beziehung von "Wissen" und "Raum" an Beispielen aus Mittelalter und Früher Neuzeit. Sie vermitteln nicht nur kulturhistorisches Faktenwissen aus der Perspektive der Amerikanistik, Germanistik, Geschichte der Mathematik, Kunstgeschichte und Philosophie, sondern fördern darüber hinaus auch die bewusste Auseinandersetzung mit dem Wissen und seiner Verortung.