"Mehr Spaß an Mathe und Naturwissenschaften"

102. MNU-Bundeskongress vom 7. bis zum 11. April 2011 in Mainz

07.12.2010

In der zur "Stadt der Wissenschaft" gekürten Universitätsstadt Mainz lernen über 1500 Pädagogen aus ganz Deutschland vom 7. bis 11. April 2011, wie sie Mathe, Chemie, Biologie, Physik und Informatik im Unterricht noch interessanter gestalten. Der Deutsche Verein zur Förderung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts e.V. (MNU) richtet erstmals seinen jährlichen Bundeskongress als Fortbildungstagung für LehrerInnen in der rheinlandpfälzischen Landeshauptstadt aus.

Über 150 Vorträge, Workshops, eine Lehr- und Lernmittelausstellung auf dem Campus der Johannes Gutenberg-Universität und interessante Exkursionen zeigen den Pädagogen, wie sie die Naturwissenschaften für junge Menschen noch spannender machen. Prof. Dr. Klaus Töpfer, Bundesumweltminister a.D., und Doris Ahnen, Landesministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, haben die Schirmherrschaft für die Tagung übernommen.

Unter dem städtischen Leitmotiv für 2011 „Mainz – leidenschaftlich wissenschaftlich“ steht auch die renommierte Tagung des Fördervereins, der als einer der größten Fachlehrerverbände Deutschlands die Fachinteressen der Mathematik-, Biologie-, Chemie-, Physik- und Informatiklehrer aller Schulformen vertritt.

Der Ortausschuss der MNU unter der Leitung von Harry Poignie und Elke Entenmann hat nicht nur ein wissenschaftlich und pädagogisch anspruchvolles, sondern auch ein außergewöhnlich unterhaltsames Programm zusammengestellt. Wissenschaft muss weder für Lehrer noch für Schüler trockener Unterrichtsstoff sein. Das zeigt nicht nur Prof. Dr. Helmut Schwarz (Berlin) mit seinem Festvortrag - „Molekularer Fußballzauber – Sinn und Schönheit zweckfreier Forschung“ - zum Auftakt des Kongresses. Zu einer hochinteressanten Reihe von Plenarvorträgen laden die Pädagogen auch die Öffentlichkeit ein. Prof. Dr. Matthias Neubert (Mainz), zum Beispiel, vermittelt am Freitag, 8. April, einen Überblick der Kosmologie des 21. Jahrhunderts, während Dr. Rolf Landua (Genf) das konkrete experimentelle Beispiel dazu aus dem CERN erläutert. Über die „Macht der Düfte“ referiert Prof. Dr. Hans Hatt (Bochum) am Samstag, 9. April, während Prof. Dr. Susanne Foitzik (Mainz) die Sklavenhaltung bei Ameisen unter die Lupe nimmt und Prof. Dr. Beutelspacher (Gießen) mathematische Prozesse seziert. Am Sonntag, 10. April, schließlich entdeckt Prof. Dr. Wolfgang Hofmeister (Mainz) unter dem Vortragstitel „Über Stein und Bein“ Unbelebtes im Leben des Menschen und Louis Palmer (Luzern) zeigt, was der „Treibstoff Sonne“ – von der Weltumrundung im Elektroauto bis zu nachhaltigen Energieversorgung – alles in Gang setzt.