Ernst Otten zum Senior Fellow der Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik ernannt

Experimentalphysiker aus Mainz wird für seine Verdienste auf dem Gebiet der Neutrinophysik ausgezeichnet  

23. Februar 2012

Prof. Dr. Ernst Otten vom Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) wurde der Titel Senior Fellow of the Helmholtz Alliance for Astroparticle Physics verliehen. Die Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik würdigt damit die zahlreichen und wissenschaftlich breit angelegten Verdienste Ottens um den Fortschritt der Physik, insbesondere seine Beiträge zur Neutrinophysik. Die Auszeichnung ist mit 2000 Euro sowie mit Fördermöglichkeiten von wissenschaftlichen Vorhaben aus Mitteln der Helmholtz-Allianz verbunden.  

Die Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik wurde am 1. Juli 2011 als einer der großen Verbünde in der Astroteilchenphysik mit 15 deutschen Universitäten, drei Max-Planck-Instituten und zwei externen Partnern in Paris und Chicago eingerichtet. Die Allianz hat sich im Laufe des Jahres selbst strukturiert und eine Reihe von Instrumenten geschaffen, die der noch stärkeren Vernetzung und Profilierung dienen. Dazu gehört auch eine weithin sichtbare Auszeichnung und Anerkennung von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die nicht mehr in einem aktiven Dienstverhältnis stehen, sowie deren Unterstützung für weitere wissenschaftliche Vorhaben. Die Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik kann zu diesem Zweck auf Beschluss der Mitgliederversammlung den Titel Senior Fellow of the Helmholtz Alliance for Astroparticle Physics verleihen.  

Ernst Otten, seit 1972 Professor für Experimentalphysik an der JGU, forscht im Rahmen des Katrin-Projekts in Karlsruhe über die absolute Neutrinomasse sowie an MRT-Experimenten mit spinpolarisiertem Helium-3. Für die Entwicklung eines MRT-Verfahrens zur Durchleuchtung der Lunge mithilfe von polarisiertem Helium-3 wurde er 1998 zusammen mit dem Mainzer Experimentalphysiker Prof. Dr. Werner Heil mit dem hoch dotierten Körber-Preis ausgezeichnet. Otten und Heil waren für ihr neuartiges Verfahren zur Lungendiagnostik außerdem im Jahr 2000 für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.