Higgs-Boson, Neutrinos und Dunkle Materie

Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Mainz

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Deutschen Physikalischen Gesellschaft

Mainz/Bad Honnef, 18. März 2014 – Zur Frühjahrstagung der DPG-Fachverbände Teilchenphysik und Strahlen- und Medizinphysik, die vom 24. bis zum 28. März zu Gast in Mainz ist, werden mehr als 1.200 Physikerinnen und Physiker aus dem In- und Ausland erwartet.

Das vielseitige und spannende Tagungsprogramm ist hochaktuellen Themen gewidmet. Die Teilchenphysik erlebt gerade eine der aufregendsten Zeiten ihrer Geschichte. Das langgesuchte Higgs-Boson wurde von den LHC-Experimenten ATLAS und CMS entdeckt. Damit ist das Standardmodell der Teilchenphysik komplett. Norbert Wermes wird in einem Plenarvortrag die aktuellsten Ergebnisse zum Higgs-Boson vorstellen. Ein weiterer Höhepunkt der Tagung wird der Plenarvortrag von Lutz Köpke sein, der die spektakulären neuen Ergebnisse des IceCube-Experimentes am Südpol vorstellen wird. Mit diesem Experiment ist es erstmalig gelungen, extrem hochenergetische Neutrinos nachzuweisen, die außerhalb unseres Sonnensystems entstanden sein müssen. 

Nach der Entdeckung des Higgs-Bosons ist das nächste dringende Problem der Teilchen- und Astroteilchenphysik die Frage nach der Natur der Dunklen Materie. Die direkte Suche wird in Untergrundexperimenten durchgeführt, wozu während der Frühjahrstagung in Mainz neue Ergebnisse erwartet werden. Die gemeinsame Tagung von Teilchenphysik und Strahlen- und Medizinphysik bietet darüber hinaus die Gelegenheit, Synergien zu schaffen. Beispiele sind der Plenarvortrag von Klaus Achterhold zu kompakten Synchrotron-Röntgenquellen oder das gemeinsame Symposium zu Detektoren für Strahlen und Teilchen und neuesten Entwicklungen in der Detektorphysik.

Am Mittwochabend, den 26. März 2014, 20:00 Uhr, sind alle Interessierten zum öffentlichen Abendvortrag im Haus Recht und Wirtschaft I, Hörsaal RW1 herzlich eingeladen. Uwe Oberlack, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, spricht über „Rätselhafte Dunkle Materie“. Der Eintritt ist frei.



Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin.