Nobelpreisträger Wilczek zu Gast bei der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2014

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Frank Wilczek (MIT, Cambridge) spricht in seiner Vorlesung am 20. Mai zum Thema „Quantum Theory and the Universe“

Der Inhaber der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2014 der „Freunde der Universität Mainz e.V. gilt als einer der kreativsten Vordenker der Astrophysik: Prof. Dr. Christof Wetterich forscht nach dem Ursprung des Universums und sucht nach Erklärungen für die Zukunft des Weltalls. Mit Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Frank Wilczek, Herman Feshbach-Professor für Physik, MIT, Cambridge, USA, empfängt Wetterich in der vierten Veranstaltung der Reihe den Träger des Nobelpreises 2004. Wilczek spricht zum Thema „Quantum Theory and the Universe“ am

Dienstag, 20. Mai | 18:15 Uhr
Hörsaal RW 1 | Neubau Recht und Wirtschaft
Jakob-Welder-Weg 9 | Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Die Veranstaltungsreihe der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2014 steht unter dem Titel „Vom Urknall zur Dunklen Energie – Eine Zeitreise durch das Universum“. Der Heidelberger Physiker setzt sich in insgesamt zehn Vorlesungen gemeinsam mit international renommierten Wissenschaftlern, darunter zwei Nobelpreisträger, mit Modellen des jetzigen Universums und seiner sich über Milliarden von Jahren erstreckenden Geschichte auseinander.

Prof. Dr. Christof Wetterich ist international ausgewiesen durch seine Arbeiten über die Dunkle Energie, die 70 Prozent der Energiedichte im Universum ausmacht. Bereits 1987, mehr als zehn Jahre bevor Dunkle Energie tatsächlich im Kosmos entdeckt wurde, beschrieb er die mögliche Existenz sogenannter dynamischer Dunkler Energie. Dabei untersucht der Heidelberger Wissenschaftler die Rolle der Dunklen Energie für die kosmische Hintergrundstrahlung und für die Strukturentstehung im Universum sowie mögliche Kopplungen zwischen Dunkler Energie und Dunkler Materie. Prof. Wetterich ist zudem bekannt für die Entwicklung der Methode der funktionalen Renormierung. Diese erlaubt es, die Komplexität der makroskopischen Welt auf die „einfachen“ physikalischen Gesetze des Mikrokosmos zurückzuführen. Mit dem Quintessence-Modell hat er eine der populärsten Erklärungen für die beschleunigte Expansion des Universums geliefert.



Die weiteren Termine der Stiftungsprofessur 2014 im Überblick:

Beginn: jeweils 18:15 Uhr im Hörsaal RW 1, Haus Recht und Wirtschaft, Jakob-Welder-Weg 9

Dienstag, 20. Mai 2014
Quantum Theory and the Universe
mit Gastredner: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Frank Wilczek, 
Herman Feshbach-Professor für Physik, MIT, Cambridge; Nobelpreis 2004

Dienstag, 27. Mai 2014
Gravitation regiert die Welt: Einsteins Gleichungen leicht gemacht

Dienstag, 3. Juni 2014
Massereiche Schwarze Löcher und Galaxien
mit Gastredner: Prof. Dr. Reinhard Genzel,
Direktor und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik Garching; Professor für Physik, University of California, Berkeley

Dienstag, 17. Juni 2014
The Accelerating Universemit
Gastredner: Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Brian P. Schmidt,
Professor für Astronomie, Research School of Astronomy and Astrophysics at the Australian National University, Canberra; Nobelpreis 2011

Dienstag, 24. Juni 2014
Der Urknall: Wie unser Universum aus fast nichts entstand

Dienstag, 1. Juli 2014
Kosmische Strukturbildung im Großrechnermit
Gastredner: Prof. Dr. Dr. h.c. Simon D. M. White,
Direktor und wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik Garching; Forschungsprofessor am Steward Observatory, University of Arizona

Dienstag, 8. Juli 2014
ABSCHLUSSVERANSTALTUNG
Der Ursprung von Raum und Zeit