Abschlussveranstaltung der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2014

Prof. Dr. Christof Wetterich befasst sich in der Abschlussveranstaltung der Vorlesungsreihe am 8. Juli mit der Bedeutung von Raum und Zeit

Der Inhaber der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2014 der „Freunde der Universität Mainz e.V.“ gilt als einer der kreativsten Vordenker der Astrophysik: Prof. Dr. Christof Wetterich forscht nach dem Ursprung des Universums und sucht nach Erklärungen für die Zukunft des Weltalls. „Der Ursprung von Raum und Zeit“ ist Thema der Abschlussveranstaltung der Reihe am

Dienstag, 01. Juli | 18:15 Uhr
Hörsaal RW 1 | Neubau Recht und Wirtschaft
Jakob-Welder-Weg 9 | Campus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Der Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.
Der Vortrag ist in englischer Sprache.

Die Veranstaltungsreihe der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur 2014 steht unter dem Titel „Vom Urknall zur Dunklen Energie – Eine Zeitreise durch das Universum“. Der Heidelberger Physiker setzt sich in insgesamt zehn Vorlesungen gemeinsam mit international renommierten Wissenschaftlern, darunter zwei Nobelpreisträger, mit Modellen des jetzigen Universums und seiner sich über Milliarden von Jahren erstreckenden Geschichte auseinander.

Prof. Dr. Christof Wetterich ist international ausgewiesen durch seine Arbeiten über die Dunkle Energie, die 70 Prozent der Energiedichte im Universum ausmacht. Bereits 1987, mehr als zehn Jahre bevor Dunkle Energie tatsächlich im Kosmos entdeckt wurde, beschrieb er die mögliche Existenz sogenannter dynamischer Dunkler Energie. Dabei untersucht der Heidelberger Wissenschaftler die Rolle der Dunklen Energie für die kosmische Hintergrundstrahlung und für die Strukturentstehung im Universum sowie mögliche Kopplungen zwischen Dunkler Energie und Dunkler Materie. Prof. Wetterich ist zudem bekannt für die Entwicklung der Methode der funktionalen Renormierung. Diese erlaubt es, die Komplexität der makroskopischen Welt auf die „einfachen“ physikalischen Gesetze des Mikrokosmos zurückzuführen. Mit dem Quintessence-Modell hat er eine der populärsten Erklärungen für die beschleunigte Expansion des Universums geliefert.