Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Kurt Aulenbacher

Thema "MESA - The Mainz Energy-recovering Superconducting Accelerator"

Am 25. November 2014 findet im Rahmen des Physikalischen Kolloquiums die Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Kurt Aulenbacher mit dem Thema "MESA - The Mainz Energy-recovering Superconducting Accelerator" statt.

Dienstag, 25. November 2014 | 16 Uhr c.t.
Hörsaal des Instituts für Kernphysik | Becherweg 45
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

 

Kurt Aulenbacher, 1963 in Birkenfeld geboren, studierte Physik an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und schloss sein Studium 1988 mit Auszeichnung ab. Nach seiner Promotion am Institut für Physik der JGU wurde er Fellow am CERN in der Schweiz, wo er an der CLIC-Test Facility an neuartigen Beschleunigerkonzepten forschte. Im Jahr 1997 übernahm er eine Stelle als akademischer Rat, später akademischer Direktor, am Institut für Kernphysik der JGU. Hier war er mit der Aufgabe betraut, den Mainzer Elektronenbeschleunigerkomplex weiterzuentwickeln, mit dessen Potenzial für die universitäre Forschung er sich bereits während seines Studiums vertraut gemacht hatte. Im Jahr 2007 habilitierte sich Aulenbacher an der JGU mit einer Arbeit über die "Erzeugung intensiver hochpolarisierter Elektronenstrahlen mit hoher Symmetrie unter Helizitätswechsel". Gemeinsam mit Andreas Jankowiak erarbeitete er ab 2007 die Konzeption des neuartigen energierückgewinnenden supraleitenden Beschleunigers MESA (Mainz Energy-recovering Superconducting Accelerator). Dieser wird durch das Exzellenzcluster PRISMA (Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter), gefördert im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder, finanziert und befindet sich derzeit in der Aufbauphase.

Zum 1. Mai 2013 wurde Kurt Aulenbacher als Universitätsprofessor auf Lebenszeit an das Institut für Kernphysik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berufen. Zudem übernimmt er die Leitung der Sektion "Accelerators and integrated detectors" (ACID) am Helmholtz-Institut Mainz (HIM). Neben der Errichtung von MESA gilt sein Hauptaugenmerk der Entwicklungsarbeit für einen supraleitenden Ionenbeschleuniger sowie der FAIR Experimentieranlage am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt. Sein Forschungsschwerpunkt, die Beschleunigerforschung, ermöglicht ihm dabei, an der Schnittstelle zwischen Universitäts- und Großforschung zu agieren und somit die Vorteile beider Seiten zu vereinen.

Erfahren Sie mehr über Kurt Aulenbacher und seinen wissenschaftlichen Lebenslauf.