Ausgezeichnete Abschlussarbeiten

Mit der Auszeichnung junger Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler und künstlerischer Talente ehrt die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) am DIES ACADEMICUS alljährlich hervorragende Dissertationen und künstlerische Abschlussarbeiten aus dem gesamten Fächerspektrum der Universität.

Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Fachbereich 2019/2020

WILHELM- UND ELSE-HERAEUS-DISSERTATIONSPREIS: DR. JONAS KLEINE

Flugzeuggetragene Messungen von Eis- und Rußpartikeln in Kondensstreifen bei Verwendung konventioneller und synthetischer Treibstoffe

"Kondensstreifen-Zirren aus dem Luftverkehr liefern aktuell einen größeren Beitrag zur Klimawirkung des Luftverkehrs als seine gesamten Kohlendioxid Emissionen seit Anbeginn der Luftfahrt. Ob und wie stark Kondensstreifen durch die Nutzung alternativer Treibstoffe reduziert werden können, ist die hochaktuelle Fragestellung der Arbeit von Herrn Kleine. Bei innovativen Flugzeugmessungen zeigt Herr Kleine, dass Eispartikel in Kondensstreifen vornehmlich auf Ruß-Partikeln aus dem Flugzeug-Triebwerk nukleieren. Er findet weltweit erstmals eine Halbierung der Ruß- und Eisanzahlen in Kondensstreifen bei Verbrennung niedrig-aromatischer synthetischer Treibstoffgemische im Reiseflug. Die Arbeit zeigt das große Potenzial einer schnellen Reduktion des Klima-Antriebs von Kondensstreifen durch alternative Treibstoffe."

Prof. Dr. Christiane Voigt

 

PREIS DER DRS. ELKE UND REINER GÖBEL-STIFTUNG: DR. FRANZISKA KÖLLNER

Aerosol particles in the summertime Arctic lower troposphere: Chemical composition, sources, and formation

"Die Arktis erwärmt sich mehr als doppelt so schnell wie andere Regionen der Welt. Als mögliche Ursache werden Aerosolpartikel diskutiert, die die arktische Bewölkung beeinflussen. Frau Köllner hat als weltweit Erste die Aerosolzusammensetzung der Arktis in der Höhe bestimmen können und somit einen einzigartigen Datensatz erzeugt. Sie hat auf überaus innovative Weise ihre komplexen und vielfältigen aerosolchemischen Messdaten mit Satellitendaten und meteorologischen Informationen kombiniert. Durch diese Kombination hat sie eine bisher unbekannte Quelle des arktischen Aerosols entdeckt und konnte nachweisen, dass neben eurasischen Feuern und Industrie insbesondere auch biogene Aerosolquellen innerhalb der Arktis speziell während der Eisschmelze maßgeblich zum arktischen Aerosol beitragen."

Univ.-Prof. Dr. Peter Hoor