Physik im Theater – Das CERN in Genf – Forschen im Grenzbereich des Wissens

Öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Rolf Heuer am 14. Mai 2014 im Rahmen der Vortragsreihe des Mainzer Instituts für Theoretische Physik (MITP)

PHYSIK IM THEATER

Was sind die kleinsten Bausteine der Natur? Wie werden sie zusammengehalten? Warum macht die Materie, die wir kennen, nur fünf Prozent der Masse des Universums aus? Existieren zusätzliche Raumdimensionen? Und was hat es mit der dunklen Materie auf sich? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am weltweit größten Teilchenbeschleuniger, dem Large Hadron Collider (LHC) in Genf. Der Direktor des Europäischen Zentrums für Teilchenphysik CERN, Prof. Rolf Heuer, stellt seinem öffentlichen Vortrag „Das CERN in Genf – Forschen im Grenzbereich des Wissens“ am Mittwoch, 14. Mai, um 19 Uhr im Großen Haus des Staatstheaters Mainz die faszinierende Welt der Elementarteilchen vor und erklärt, warum die Entdeckung des jüngsten Mitglieds im Teilchenzoo, des Higgs-Bosons, den Beginn einer neuen Ära in der Grundlagenforschung markiert. Der Eintritt ist frei. Einlasskarten sind an der Theaterkasse auch vorab erhältlich.

Rolf Heuer übernahm 2009 die Position als Generaldirektor des CERN in Genf. Zuvor war er als Forschungsdirektor am Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY in Hamburg tätig. Er ist seit über 30 Jahren an vielen wichtigen Experimenten in der Teilchenphysik beteiligt und hat die Rolle der deutschen Forschung in den internationalen Kollaborationen entscheidend mitgeprägt.

Der Vortrag findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Physik im Theater“ des Mainzer Instituts für Theoretische Physik (MITP) statt. Mit dieser Reihe öffentlicher Abendveranstaltungen im Staatstheater möchte das MITP aktuelle Themen aus der fundamentalen Physik und Kosmologie, die auch für die breitere Öffentlichkeit interessant sind, einem regionalen Publikum näher bringen.

Das MITP wurde im November 2012 im Rahmen des Exzellenzclusters PRISMA gegründet und bietet Physikerinnen und Physikern aus aller Welt die Möglichkeit, in Mainz auf Zeit zusammenzuarbeiten und interdisziplinär zu forschen.

Der Exzellenzcluster PRISMA

Rund 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten im Exzellenzcluster PRISMA („Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter“) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Dieser neue Forschungsverbund wird über fünf Jahre mit rund 35 Millionen Euro gefördert. Der Exzellenzcluster befasst sich mit den grundlegenden Fragen nach der Natur der fundamentalen Bausteine der Materie und ihrer Bedeutung für die Physik des Universums. Das MITP ist eine der Hauptinitiativen des Clusters und soll langfristig die Rolle eines internationalen Theoriezentrums übernehmen. Hierzu organisiert das Institut unter Einbindung externer Forscherinnen und Forscher wissenschaftliche Programme, Workshops und Konferenzen. Damit bietet es Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Forschungsgebieten der theoretischen Physik die Möglichkeit zum interdisziplinären Austausch.

Alle Vorträge der Reihe "Physik im Theater" finden Sie als Streaming-Angebot und zum Download hier