"Universität im Rathaus" im Jahr der Mathematik: Primzahlen, Quanten und Computer

Prof. Dr. Stefan Müller-Stach beginnt mit der "Riemannschen Vermutung"

Die Welt der Zahlen und Formeln ist weitaus komplexer und komplizierter, als die Schulmathematik vermuten lässt. Abstrakte und mathematische Hypothesen und Vermutungen müssen nicht minder abstrakten Gegenrechnungen standhalten - über Jahre und Jahrzehnte hinweg. Der deutsche Mathematiker Bernhard Riemann formulierte die nach ihm benannte Vermutung über die Anzahl und Verteilung von Primzahlen erstmals 1859 am Rande einer Grundlagenstudie der analytischen Zahlentheorie. Mathematiker aus der ganzen Welt knobeln nun schon seit fast genau 150 Jahren an der Riemannschen Vermutung und schulden ihr noch immer den Gegenbeweis, aber eben auch den absoluten Beweis. Im Jahr 2000 schließlich erklärte das renommierte Clay Mathematics Institute in Boston die Beweisführung für oder gegen die Riemannsche Vermutung zu einem der sieben mathematischen Millionen-Dollar-Probleme.



In seinem Vortrag "Primzahlen, Quanten und Computer: Die Riemannsche Vermutung" behandelt Univ.-Prof. Dr. Stefan Müller-Stach vom Institut für Mathematik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Rahmen der Reihe "Universität im Rathaus" die Geschichte dieser mathematischen Vermutung und erläutert ihre Bedeutung in der Mathematik und in den Naturwissenschaften. Alle Interessierte sind herzlich eingeladen in den Ratssaal des Rathauses.



Der Vortrag findet am 28. Oktober 2008 um 20 Uhr statt, der Eintritt ist frei.



"Universität im Rathaus" ist ein gemeinsames Projekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Stadt Mainz. Seit über 20 Jahren dient der Universität dieses Forum als Brückenschlag vom Campus in die Stadt. Der Bevölkerung einen Einblick in die vielfältigen Facetten der unterschiedlichsten Disziplinen von 2.800 Wissenschaftlern in mehr als 150 Instituten und Kliniken zu geben, ist das Ziel dieser Veranstaltungsreihe.



"Universität im Rathaus 2008/09" wird in Kooperation mit der Allgemeinen Zeitung durchgeführt.

Die nächsten Vorträge in dieser Reihe


Veranstaltungsort: Rathaus, Ratssaal, jeweils 20 Uhr.

Eintritt ist frei. Anmeldung nicht erforderlich.



25. November 2008

Die Millennium-Preisprobleme des Clay Mathematical Institute

Univ.-Prof. Dr. Volker Bach, Institut für Mathematik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz



2. Dezember 2008

Unternehmensdaten der amtlichen Statistik: Geheimhaltung versus wissenschaftliche Nutzung - Betrachtung aus der Perspektive eines Datenangreifers

Prof. Dr. Rainer Lenz, Mathematik und Informationsmanagement, Fachhochschule Mainz



9. Dezember 2008

Seifenblasen und andere Extreme

Univ.-Prof. Dr. Manfred Lehn, Institut für Mathematik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz



20. Januar 2009

Mathematik im Alten Ägypten

Juniorprofessorin Dr. Annette Imhausen, Institut für Mathematik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz



27. Januar 2009

Emmy Noether: Symmetrien in Mathematik und Physik

Privatdozentin Dr. Margarita Klaus, Institut für Mathematik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz



3. Februar 2009

Hauptsatz der Algebra

Univ.-Prof. Dr. Theo de Jong, Institut für Mathematik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz